Selbstverbrennung aus Protest gegen die china Unterdrückungspolitik.
Neben den täglichen Berichten von Unterdrückung, Verhaftungen und Folter schockiert seit Anfang 2011 besonders die steigende Zahl der Selbstverbrennungen in Tibet. Diese Protestform gegen die chinesische Unterdrückungspolitik hatte es schon in der Vergangenheit vereinzelt gegeben. Seit der Selbstverbrennung des Mönches Phuntsok im März in Ngaba (chinesische Provinz Sichuan) und der darauf folgenden weltweiten Aufmerksamkeit, haben sich jedoch immer mehr junge Tibeter zu diesem Schritt entschlossen. Im Jahr 2011 setzten sich insgesamt 17 Tibeter in Brand. Gemeinsam mit anderen Tibet-Organisationen fordert die VTD ein unverzügliches Ende der Gewalt. Helfen Sie mit, weitere Selbstverbrennungen in Tibet zu verhindern!
TAKE ACTION: Sagen Sie die chinesische Regierung dem tibetischen Missstände
Hintergründe: Verzweiflung in den Klöstern
Die Selbstverbrennungen in Tibet machen deutlich, dass der sino-tibetische Konflikt eine neue Eskalationsstufe erreicht hat. Darüber hinaus zeigt sich, wie groß die Verzweiflung der Tibeter besonders in den Klöstern ist. Die chinesische Führung hat auf friedliche Proteste von Tibetern stets mit Repressionen und Gewalt geantwortet. Seit den landesweiten Unruhen 2008 ist zudem die Religionsfreiheit durch Umerziehungsmaßnahmen in den Klöstern immer weiter eingeschränkt worden. Besonders in Ngaba ist die Lage angespannt. Nachdem Mitte März der 21-jährige Mönch Phuntsok an den Folgen einer Selbstverbrennung starb, demonstrierten rund 1.000 Tibeter, darunter viele Mönche, vor dem Kloster Kirti. Die Polizei ging mit Schlagstöcken gegen die Demonstrierenden vor, und es kam es zu mehreren Festnahmen. Mitte April belagerten chinesische Sicherheitskräfte das Kloster und versuchten, Mönche festzunehmen. Zu dieser Zeit waren mehr als 2.000 Mönche von der Außenwelt abgeschnitten. Nach anhaltenden Protesten stürmte die chinesische Polizei schließlich das Kloster und transportierte mehr als 300 Mönche zur "patriotischen Umerziehung" ab. Zahlreiche Menschen versuchten, die Mönche durch Blockaden zu schützen. Ein 60-jähriger Mann und eine 65-jährige Frau kamen dabei ums Leben.
Selbstanzündungen seit 2009 in Tibet
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Die ARD-Tagesthemen berichten ausführlich über die Selbstverbrennungen, Tibet
Tibet town Aba/Ngaba Under Siege after 9th Tibetan Self ImmolatedCalling for Freedom in Tibet
This Video by AFP shows Aba is under a military-like occupation with armed riot and paramilitary police lined up along the main street of this small town famed for its Tibetan Buddhist temples.
Bundestagsabgeordnete nehmen Stellung zur Lage in Ost-Tibet
Am 20. 10. 2011 nahmen der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses Ruprecht Polenz (CDU/CSU), der Menschenrechtspolitische Sprecher Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) sowie die Kovorsitzenden des Tibet-Gesprächskreises Harald Leibrecht (FDP) und Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) Stellung zur Lage in Tibet.