Buddhismus

Buddha Shakyamuni

 

Der Buddhismus geht auf Buddha Schakyamuni zurück. Buddha Schakyamuni war vor 2620 Jahren als Sohn des Königs Schudhodhana aus dem Geschlecht der Schakyas geboren. In seinen jungen Jahren erfuhr er den ganzen Luxus eines königlichen Lebens in dem nordindischen Königreich seines Vaters.

 

Aber ein Menschenleben ist nicht nur angenehm, ganz gleich, wer es erfährt. Es ist durch viele Leiden von Körper und Geist geprägt. Das Leid der Krankheit, das Leid des Alterns und das Leid des Todes sind unausweichlich.   Weiterlesen>>>

Das Wort des Buddha

BUDDHA, das ist der Erleuchtete oder Erwachte, ist die ehrende Bezeichnung für den Begründer der im Abendland als Buddhismus bekannten Erlösungslehre. Im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung wurde er zu Kapilavatthu, im Grenzgebiet des heutigen Nepal, als der Sohn des regierenden Sakyer-Fürsten geboren. Sein Geschlechtsname war Gotama (Sanskrit: Gautama) und sein Eigenname Siddhattha.

 

In seinem 29. Jahre entsagte er der Welt und vertauschte sein Leben als Prinz mit dem eines hauslosen Wandermönches. Nach sechsjähriger unbefriedigter Wahrheitssuche und ebenso erfolgloser Schmerzensaskese fand er schließlich die vollkommene Erleuchtung (sammá-sambodhi) unter dem Bodhi-Baum zu Gaya (Bhod-Gaya). Es folgten 45 Jahre unermüdlicher Lehrtätigkeit; und im Alter von 80 Jahren verschied zu Kusinara jenes »wahnlose Wesen, das zum Heil und Segen dieser Welt erschienen war. 

 

Der Buddha ist weder ein Gott, noch eines Gottes Prophet oder Inkarnation. Er ist jenes höchste menschliche Wesen, das, "durch sich selbst belehrt", aus eigener Anstrengung die endgültige Erlösung vom Leiden und höchste Weisheit gewann und zum unvergleichlichen Menschheitslehrer und großen Vorbild wurde. 

 

Er wird zum "Erlöser" nur für diejenigen, die den von ihm gegangenen und gewiesenen Erlösungsweg selber bis zum Ende gehen. In der vollkommenen Harmonie seiner Weisheit und Allgüte verkörpert der Buddha das universelle und für alle Zeiten gültige Ideal des vollkommenen Menschen.

Seine Heiligkeit der Dalai Lama, 1935

Tenzin Gyatso ist der Mönchsname des jetzigen Dalai Lama. Er wurde am 6. Juli 1935 mit dem Namen Lhamo Döndrub in Taktser, einem Dorf in der tibetischen Provinz Amdo im Nordosten Tibets, als zweiter Sohn der Bauernfamilie Dekyi Tsering und Chökyong Tsering geboren. Seine Mutter brachte insgesamt 16 Kinder zur Welt, von denen sieben die Kindheit überlebten.  Tenzin Gyatso hat vier Brüder – Thubten Jigme Norbu (Reinkarnation des Taktser Rinpoche), Gyalo Thöndrup, Lobsang Samten und Tenzin Chögyel – sowie zwei Schwestern: Tsering Dölma und Jetsün Pema. Seine Schwester Tsering Dölma und seine Brüder Lobsang Samten und Thubten Jigme Norbu sind  Weiterlesen>>>

Tibetischer Buddhismus

(quelle Tibetisches Zentrum) Der tibetische Buddhismus ist ein Zweig des Mahayana-Buddhismus. S.H. der Dalai Lama ist einer seiner prominentesten Vertreter. Der Dalai Lama hebt als besonderes Charakteristikum des tibetischen Buddhismus die starke Anlehnung an den indischen Buddhismus hervor. Demnach enthält die tibetische Tradition die wesentlichen Lehren aller buddhistischen Übungswege, also des Theravada und Mahayana, einschließlich des Tantra.  Weiterlesen>>>

Ziele im Buddhismus

Fragt man sich, ob das letztliche Ziel erreicht ist, wenn eine solche individuelle Befreiung erlangt ist, dann ist die Antwort nein.  Wenn man die Gesamtheit des Buddhismus anwendet, können drei Ziele unterschieden werden: ein gewöhnliches Ziel für einen ganz gewöhnlichen Anwender, ein mittleres Ziel für einen mittleren Anwender und ein höchstes Ziel.  Weiterlesen>>>

Wissenschaft und Buddhismus zwei Fenster zur Wirklichkeit

Interview mit Prof. Trinh Xuan Thuan - von Michaela Doepke : Der international anerkannte Astrophysiker Professor Trinh Xuan Thuan hielt auf der wissenschaftlichen Konferenz „Unity in Duality” in München einen Fachvortrag zum Thema „Wissenschaft und Buddhismus. Zwei Welten begegnen sich.” Michaela Doepke führte aus diesem aktuellen Anlass für „Tibet und Buddhismus“ ein Interview mit dem Astrophysiker. Aus dem Englischen übersetzte Dr. Eva Hert.  Weiterlesen>>>

Verbreitung des Dharma durch Atisha in Tibet

Der Meister Atisha (982-1054) war Mönch und lebte in Indien im Kloster Vikramalaila. Dsche Tsongkapa schreibt über sein Wirken: "Atishas Werk in Indien begann damit, daß er im Palast der Großen Erleuchtung im glorreichen Bodhgaya drei Mal die hinderlichen Vertreter von falschen Philosophien mit dem Dharma besiegte und so die Lehre des vollkommen Erleuchteten bewahrte. Auch indem er die Lehre des eigenen Systems, des unteren wie des oberen, von den hinderlichen Verunreinigungen befreite, die durch Zweifel, Unkenntnis und verkehrte Auffassungen entstanden waren, wirkte er zur Verbreitung der Lehre. Er wurde sogar von allen Schulen in unparteiischer Weise wie ein Kronjuwel betrachtet." Weiterlesen>>>

Karma

Nach der Lehre vom Abhängigen Entstehen können Wirkungen nur entstehen, wenn die entsprechenden Ursachen vorhanden sind. Diese Gesetzmäßigkeit, die wir in der materiellen Welt beobachten können, gilt auch im geistigen Bereich. Für eine effektive Meditation, d. h. eine kraftvolle Gewöhnung des Geistes an Heilsames, braucht man bestimmte Umstände. Man vermindert Hindernisse bei der Meditation am besten, indem man den Geist reinigt und mit der Kraft von Verdiensten stärkt. Zu diesem Zweck bringt man als Buddhist den Drei Juwelen — Buddha, Dharma und Sangha — Gaben dar, nimmt Zuflucht und entwickelt eine gute Motivation. Dann rezitiert man ein Gebet, das z. B. die Visualisation des Buddha Shākyamuni und die Darbringung der so genannten Sieben Zweige enthält.

 

Nun widmen wir uns dem eigentlichen Meditationsobjekt. Karma wird auch als die Lehre vom Abhängigen Entstehen auf innerem Gebiet bezeichnet. Nach buddhistischer Lehre liegen die Ursachen für all das, was wir erleben, in unseren eigenen Handlungen der Vergangenheit. Heilsame Handlungen führen zu Glück. Unheilsame Handlungen wie z. B. das Töten führen zu Leid. Sie bringen Leid nicht nur für den direkt Geschädigten, sondern auch für den Handelnden selbst.

 

Wenn man über Karma meditiert, sollte man sich bewußt sein, daß der Geist ähnlich wie ein Fluß in Form eines Kontinuums existiert. Das Geistkontinuum geht über dieses Leben hinaus und verbindet sich nach dem Tod mit einem neuen Körper. Die Handlungen, die wir in diesem Leben durchführen, werden in Form eines Potentials im Geist „gelagert“ und reifen unter entsprechenden Umständen in späteren Leben zu Leid oder Glück heran. Wenn wir Glück in der längeren Zukunft wünschen, sollten wir die entsprechenden Ursachen in Form von heilsamen Handlungen jetzt setzen. Dann können wir die Hoffnung haben, daß sie im Tod spontan geweckt werden und uns in eine gute Wiedergeburt führen. Auf diese Weise im Einklang mit dem Gesetz von Handlungen und ihren Wirkungen zu handeln, ist die wesentliche Anweisung, die mit der Zufluchtnahme zum Dharma verbunden ist. Das heilsame Tun ist der eigentliche Nutzen religiöser Praxis und die Grundlage für das Erlangen der Erleuchtung. Nachdem wir uns in der Meditation diesen Zusammenhang vergegenwärtigt haben, führen wir uns vier Charakteristika von Karma vor Augen:

 

1. Karma ist definitiv: Heilsame Handlungen führen immer nur zu Glück, unheilsame Handlungen ziehen immer nur Leid nach sich.

 

2. Karma vermehrt sich ständig: Karmische Potentiale, die im Bewußtsein vorhanden sind, wachsen noch weiter an, wenn sie nicht durch Gegenkräfte zerstört werden.

 

3. Karma ist eindeutig: Man erlebt niemals Wirkungen von Handlungen, die man nicht selbst begangen hat.

 

4. Karma verliert niemals seine Kraft: Wie lange ein karmischer Same auch im Bewußtsein ruhen mag, er wird seine Wirkung entfalten, wenn die Umstände vollständig sind.

 

Wenn wir unsere Gedanken in dieser Weise geführt haben, fassen wir den festen Entschluß, in Zukunft unheilsame Handlungen zu unterlassen und Heilsames anzusammeln. So sagte der Buddha: „Begehe keine einzige unheilsame Tat, vollführe in rechter Weise das Heilsame, und zähme deinen Geist. Das ist die Lehre des Erwachten.“ Wir konzentrieren uns auf diesen Entschluß, so intensiv wir können. Am Ende der Meditation stellen wir uns vor, daß von dem Buddha oder einem anderen heiligen Wesen, das sich vor uns im Raum befindet, Licht ausgeht und uns segnet. Der Segen stabilisiert unseren Entschluß und reinigt uns von karmischen Hindernissen. Das Heilsame aus dieser Meditation widmen wir dem Wohl aller Wesen.